Jahresergebnis 2021 vorgestellt

GELNHAUSEN: So geht es bei den Main-Kinzig-Kliniken weiter

Die Main-Kinzig-Kliniken haben ihr Jahresergebnis aus 2021 präsentiert - Fotos: Stefanie Harth / DIETMAR KAUFMANN


Dienstag, 09.08.2022
von DIETMAR KAUFMANN

GELNHAUSEN / SCHLÜCHTERN - Die Main-Kinzig-Kliniken mit den beiden Standorten Gelnhausen und Schlüchtern  stellten am Freitag auf einer Pressekonferenz das Jahresergebnis 2021 sowie Zukunftsperspektiven der beiden Häuser vor. 

Landrat Thorsten Stolz stellte in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der  Main-Kinzig-Kliniken Zahlen und Fakten zum Geschäftsjahr 2021 vor. 

Bezüglich des Umsatzes gab es zwar einen kleinen Jahresüberschuss, allerdings  steuerte der Main Kinzig Kreis mit knapp 8 Millionen Euro einen Verlustausgleich hinzu. In diesem Zusammenhang beklagte der Landrat, dass es für die kommunalen Krankenhäuser immer schwieriger werde, ihrer Aufgabe gerecht zu werden. "Es geht nicht an, dass die Forderung aufgestellt wird, rund um die Uhr ein OP-Team zur Verfügung zu haben, ohne dessen Finanzierung zu berücksichtigen". 

Geschäftsführer Dieter Bartsch erläutert die aktuelle Situation der Main Kinzig Kliniken - (v.l.n.r.) Dr. Matthias Schwab, Dr. Christoph Schreyer, Landrat Thorsten Stolz, Dieter Bartsch

Geschäftsführer Dieter Bartsch erläutert die aktuelle Situation der Main Kinzig Kliniken - (v.l.n.r.) Dr. Matthias Schwab, Dr. Christoph Schreyer, Landrat Thorsten Stolz, Dieter Bartsch

Defizite werden vom Landkreis ausgeglichen

Zusätzliche Belastungen wie die Corona-Pandemie und gestiegene Kosten für Personal und Material tragen zu diesem Ergebnis bei, zumal auch seitens des Bundes die Ausgleiszahlungen für Corona-Patienten verringert wurden, so Geschäftsführer Dieter Bartsch.

Stolz berichtete, dass auch andere Landkreise die Defizite ihrer kommunalen Kliniken ausgleichen, da die Kliniken alleine nicht in der Lage sind, eine wirtschaftlich  ausgeglichene Situation herzustellen. "Es bedarf einer dringenden Strukturreform im Krankenhausbereich, da das derzeitige System am Ende ist". 

Geschäftsführer Bartsch wies darauf hin, dass die Zahl der ambulant behandelten Patienten in beiden Häusern gut über 54 tausend lag, die der stationär behandelten Patienten mit knapp 27 tausend wegen Corona etwas rückläufig war.  Sowohl beim Personal als auch bei den Auszubildenden gab es eine leichte Zunahme. 

Dr. Christoph Schreyer stellt den geplanten Aufbau einer Klinik für Prothetik und arthroskopische Chirurgie vor
Dr. Christoph Schreyer stellt den geplanten Aufbau einer Klinik für Prothetik und arthroskopische Chirurgie vor
Dr. Matthias Schwab und Dr. Christoph Schreyer beantworten Fragen zur Zukunft der Chirurgie in beiden Häusern
Dr. Matthias Schwab und Dr. Christoph Schreyer beantworten Fragen zur Zukunft der Chirurgie in beiden Häusern
Landrat Thorsten Stolz, Dr. Matthias Schwab, Dr. Christoph Schreyer und Geschäftsführer Dieter Bartsch (v.l.n.r.)
Landrat Thorsten Stolz, Dr. Matthias Schwab, Dr. Christoph Schreyer und Geschäftsführer Dieter Bartsch (v.l.n.r.)

Zukunftsperspektiven

Da es im Krankenhausbereich einen Trend zur Spezialisierung gibt, plant man eine Klinik für "Prothetik und arthroskopische Chirurgie" aufzubauen, deren Sitz in Schlüchtern sein wird. Die Leitung dieser Klinik werden Dr. Matthias Schwab und Dr. Christoph Schreyer gemeinsam übernehmen. Beide sind schon seit 1990 in den Main-Kinzig-Kliniken in der Chirurgie tätig, Dr. Schwab als Oberarzt in Gelnhausen und Dr. Schreyer als Chefarzt der Chirurgie in Schlüchtern. 

Vor der Pandemie wurden etwa 540 prothetische Eingriffe an Knie und Hüfte vorgenommen, davon etwa 260 in Schlüchtern. Ab Januar 2023 sollen Knie- und Hüft-Operationen nur noch in Schlüchtern erfolgen, die Sprechstunden und OP-Vorbereitungen aber weiterhin in beiden Häusern 

Stolz erwähnte Dr. Schreyer, dass man überdurchschnittliche Werte bei der Patientenzufriedenheit erreicht habe, was eine gute Grundlage für den Aufbau der neuen Klinik sei.

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