Gedenken zur 84. Pogromnacht in Hanau

SPD: "Demokratie und Toleranz gegen Hass und Gleichgültigkeit verteidigen"

Der Fraktionsvorsitzende der SPD Hanau, Maximilian Bieri, appelliert zum Jahrestag der Pogromnacht an die Hanauerinnen und Hanauer, sich klar gegen Antisemitismus zu stellen. - Foto: privat


Mittwoch, 09.11.2022

HANAU - Heute vor 84 Jahren brannten in Deutschland Synagogen, wurden Wohnungen und Geschäfte zerstört und kulturelle Einrichtungen verwüstet. Antisemitischer Hass und die Hetze der Nazis bereiteten den Boden dafür, dass Millionen Menschen jüdischen Glaubens misshandelt, deportiert und ermordet wurden.

Mit der Pogromnacht im Jahr 1938 nahm die staatliche Verfolgung von Jüdinnen und Juden eine neue Stufe ein, die in den Holocaust führte. Die Nacht vom 9. auf den 10. November brachte Unglück, Erniedrigung, Zerstörung und Tod über die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger – auch in Hanau. Es war der Beginn eines gezielten staatlichen Vernichtungszuges, der sich am Ende nicht nur gegen Jüdinnen und Juden, sondern gegen alle Religionen und Menschen richtete, die nicht dem ideologischen, zutiefst menschenverachtenden Bild der Nationalsozialisten entsprachen.

Eindringliche Warnung an die heutige Gesellschaft


Der Fraktionsvorsitzende der SPD Hanau, Maximilian Bieri, appelliert zum Jahrestag der Pogromnacht an die Hanauerinnen und Hanauer, sich klar gegen Antisemitismus zu stellen. „Antisemitischer Hass und Hetze haben den Boden dafür bereitet, dass Millionen Menschen jüdischen Glaubens misshandelt, deportiert und ermordet wurden.“

Niemand dürfe mit den Achseln zucken, wenn es auch heute antisemitische Hetze und Gewalt im Netz oder auf den Straßen gebe. „Erinnern bedeutet, aus dem Gestern die richtigen Schlüsse für heute und morgen zu ziehen“, so Bieri. Viele der Verschwörungsmythen rund um aktuelle Krisen machten deutlich: „Antisemitismus ist auch heute kein Phänomen allein der rechtsextremistischen Ränder. Er erreicht die Mitte unserer Gesellschaft.“

Die Erinnerung an die Novemberpogrome sei eine eindringliche Warnung an die heutige Gesellschaft. Es gelte, Demokratie und Toleranz immer wieder gegen Hass und Gleichgültigkeit zu verteidigen. „In dieser Verantwortung sehen wir uns als Hanauer Sozialdemokratie,“ so Bieri aus Anlass des Gedenkens. (red) 

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