Günstiges und einfaches Angebot

"Gute Ideen setzen sich durch": Das Deutschland-Ticket kommt

Das Deutschland-Ticket soll als Abonnement-Angebot für 49 Euro monatlich bundesweit freie Fahrt in Bussen und Bahnen des Nah- und Regionalverkehrs bieten. - Archivfoto: KN/Tobias Rehbein


Mittwoch, 16.11.2022

WIESBADEN / DEUTSCHLAND - „Das geplante Deutschland-Ticket ist ein Meilenstein für den einfachen Zugang zu Bussen und Bahnen und gibt der klima- und umweltfreundlichen Mobilität ordentlich Rückenwind“, sagte Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Mittwoch im Hessischen Landtag.

„Das Deutschland-Ticket zeigt: Gute Ideen setzen sich durch. Günstige und einfache Flatrate-Tarife sind entscheidend für den Erfolg des Öffentlichen Nahverkehrs. Darauf haben wir in Hessen als erstes Flächenland von Anfang an gesetzt und das Angebot mit Schülerticket, Landesticket und Seniorenticket kontinuierlich ausgebaut. Unser Ziel dabei war immer ein günstiges und einfaches Ticket für alle“, betonte der Minister.

Nun werde diese Vision, die im Jahr 2018 im hessischen Koalitionsvertrag formuliert wurde, Wirklichkeit: „Ein Bürgerticket für alle kommt jetzt nicht nur hessen-, sondern sogar deutschlandweit. Von Hessen lernen heißt Flatrate-Tickets lernen.“

Für 49 Euro monatlich

Hessens Wirtschaftsminister- und Energieminister Tarek Al-Wazir.  - Archivfoto: KN/Moritz Pappert

Hessens Wirtschaftsminister- und Energieminister Tarek Al-Wazir. - Archivfoto: KN/Moritz Pappert

Das Deutschland-Ticket soll als Abonnement-Angebot für 49 Euro monatlich bundesweit freie Fahrt in Bussen und Bahnen des Nah- und Regionalverkehrs bieten. Der Minister wies darauf hin, dass die Einzelheiten noch Gegenstand von Gesprächen zwischen Bund, Ländern und Verkehrsverbünden seien: „Genauso wichtig wie bezahlbare und einfache Tarife ist ein leistungsfähiges ÖPNV-Angebot. Deshalb muss sichergestellt sein, dass sowohl für das Deutschland-Ticket als auch für den Betrieb von Bussen und Bahnen genug Geld zur Verfügung steht. Das schönste Ticket nützt nichts, wenn der Bus nicht mehr kommt“, sagte Al-Wazir. Die Einnahmeausfälle dürften nicht zu Lasten der Kommunen gehen, denn deren Herausforderung sei mit der Finanzierung der lokalen Verkehre bereits jetzt beträchtlich.

Hessen hat auch hier die Hausaufgaben gemacht: Im Entwurf des Landeshaushalts 2023/24 sind Rekordmittel für die Verkehrsverbünde von 1.055 Millionen im Jahr 2023 und 1.167 Millionen im Jahr 2024 vorgesehen. „Das sind mit Abstand die höchsten Summen, die es jemals für die Finanzierung des Betriebs von Bussen und Bahnen in Hessen gegeben hat“, so der Verkehrsminister.

Schüler- und Seniorentickets bleiben erhalten


„In den kommenden Wochen muss geklärt werden, unter welchen Bedingungen hessenweit gültige Angebote auf das Deutschland-Ticket aufgesetzt werden können. Die hessischen Schüler- und Seniorentickets bleiben selbstverständlich erhalten“, sagte Al-Wazir. Darüber hinaus werde diskutiert, wie in Zukunft mit Solidarmodellen wie etwa dem Semesterticket umgegangen werde oder ob es weitere vergünstigte Angebote für andere Personengruppen geben kann.

Al-Wazir sicherte den Verkehrsverbünden auch weiter Unterstützung beim nötigen Ausbau der Infrastruktur zu: „Schon in diesem Jahr fließen Rekordmittel in die laufenden Ausbauprojekte ‚Eigene Gleise für die S 6’ und ‚Regionaltangente West‘, die nach jahrzehntelanger Planung und Diskussion seit Frühjahr endlich im Bau ist.“

Auch Projekte wie die Nordmainische S-Bahn gingen jetzt endlich in die Umsetzung und würden von Bund und Land weiter mit Milliardensummen unterstützt. „Am Ende geht es um den Dreiklang Flatrate-Tickets, gutes Angebot und bessere Infrastruktur, und genau daran arbeiten wir kontinuierlich weiter.“ (red)

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