Kreative Initiative gegen Prinzessinnen-Klischees

Hörbuch "Die Meerschaumprinzessin" unterstützt Frauenhaus-Wächtersbach

Das Team - Foto: Milena Röll


Dienstag, 13.02.2024

MAIN-KINZIG-KREIS - In einer bemerkenswerten Initiative setzt der in Schlüchtern aufgewachsene Autor Tien Tran ein Zeichen gegen gängige Prinzessinnen-Klischees und Gewalt gegen Frauen. Sein Märchenbuch "Die Meerschaumprinzessin", bereits 2021 veröffentlicht, wurde im letzten Jahr in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Produzenten Thilo Päch (TAPPMusic) als Hörbuch auf den Markt gebracht.

Die Besonderheit: Alle Erlöse kommen dem Frauenhaus-Wächtersbach zugute.

Tran, tief mit der Region Schlüchtern verwurzelt, entschied sich bewusst dazu, die traditionelle Prinz-rettet-Prinzessin-Geschichte umzukehren. "Was ist, wenn der idealisierte Prinz der Bösewicht ist und die Prinzessin all ihren Mut zusammen nimmt, um selbst aus ihrer Lage herauszufinden?", fragt Tran. Eine literarisch und gesellschaftlich relevante Fragestellung, die die gängigen Erzählstrukturen auf den Kopf stellt.

Das Hörbuch "Die Meerschaumprinzessin" wurde von den talentierten Sprechern Nicole Germersdorff, Henrike Sachs, Kiki Karcher und Leon Wurzinger vertont. Im Hintergrund waren Milena Röll, Sara Nowottny und Moritz Belz an der Visualisierung und Produktion beteiligt.

Die Verantwortlichen sind stolz darauf, dass ihre künstlerische Arbeit nicht nur der Unterhaltung dient, sondern auch einen bedeutenden gesellschaftlichen Beitrag leistet.

Das Hörbuch "Die Meerschaumprinzessin" fungiert somit nicht nur als kreative Erzählung, sondern auch als Plattform, um Gewalt gegen Frauen ins Bewusstsein zu rücken und Solidarität mit dem Frauenhaus-Wächtersbach zu zeigen. Ein gelungenes Beispiel dafür, wie Kunst und soziales Engagement Hand in Hand gehen können.

Als Folgeprojekt startet am 8. März zum Weltfrauentag mit einer Kooperation mit der Ortsansässigen Choreografin und Kulturpreisträgerin Monika Opsahl ein Tanztheater, wo Monika und ihre Tanzgruppe „Artodance“ das Stück neu interpretieren um das Thema „Gewalt gegen Frauen“ noch mehr im Fokus zurücken. (red)

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