BIEBERGEMÜND

Bienenstock statt Fußballtraining: Max Hilb (11) und sein ungewöhnliches Hobby

Seit vier Jahren ist Max Hilb Mitglied im Imkerverein Biebergemünd. - Fotos: Joana Gibbe

Dienstag, 14.01.2020
von Joana Gibbe

Klein, hübsch gestreift und wahre Organisationstalente: Bienen. Ob Wald- oder Honigbienen, die kleinen geflügelten Insekten sind für unser Ökosystem unheimlich wichtig. Kein Wunder also, dass das Bienensterben immer wieder für mediale Aufmerksamkeit sorgt. Als wahrscheinlich jüngster Imker im Main-Kinzig-Kreis kümmert sich auch Max Hilb aus Kassel, einem Ortsteil der Gemeinde Biebergemünd, um die faszinierenden Bestäuber.

Für 5,50 Euro verkauft der 11-Jährige seinen Bienenhonig.
Für 5,50 Euro verkauft der 11-Jährige seinen Bienenhonig.
Eigenhändig stellt der 11-Jährige zu Hause seinen Honig her.
Eigenhändig stellt der 11-Jährige zu Hause seinen Honig her.
Zu Max' Hobbies zählt auch Briefmarken sammeln.
Zu Max' Hobbies zählt auch Briefmarken sammeln.

Angefangen hat das eher ungewöhnliche Hobby des 11-Jährigen vor etwa vier Jahren mit einer kleinen Zeitungsanzeige, mit der der Imkerverein Biebergemünd Nachwuchs suchte. Nach einem Jahr als Vereinsmitglied und der nötigen Einführung in die Thematik bekam der Schüler dann sein erstes eigenes Volk. Und während manch einer schon bei einer einzelnen Biene panisch wird, schwärmen im Sommer gerne mal mehrere zehntausend um den jungen Imker, der selbstverständlich durch einen entsprechenden Anzug geschützt ist und meist von einer Vereinskollegin begleitet wird. „Bienen sind tolle Tiere und gut für die Natur. Man braucht keine Angst haben, ein Stich kann sogar gegen Rheuma helfen“, erklärt Hilb.

Und neben der Faszination für die Insekten selbst hat das außergewöhnliche Hobby noch einen wirklich süßen Nebeneffekt: Leckerer Honig aus eigener Herstellung. Mit entsprechendem Werkzeug, wie einer Schleuder und Entdeckelungsgeschirr, bearbeitet der 11-Jährige die Honigwaben Zuhause.

Mit diesen Werkzeugen holt Max das süße Gold aus den Waben und schleudert den Honig.
Mit diesen Werkzeugen holt Max das süße Gold aus den Waben und schleudert den Honig.
Mittlerweile besitzt der Schüler mehrere Bienenstöcke.
Mittlerweile besitzt der Schüler mehrere Bienenstöcke.
Mit speziellem Werkzeug kann der junge Imker seine Bienenkönigin markieren.
Mit speziellem Werkzeug kann der junge Imker seine Bienenkönigin markieren.

Im Winter hat der Sechstklässler zwar weniger mit seinen Bienenvölkern zu schaffen, da er erst wieder bei Temperaturen über zehn Grad Celsius in die Bienenstöcke schauen kann, um den Tieren nicht zu schaden. Gewöhnlicher werden die Hobbies des wissbegierigen Jungen allerdings nicht. Seit einigen Jahren sammelt Hilb nämlich leidenschaftlich Briefmarken. „Das Tolle an Briefmarken ist, dass man auch viel lernt“, erklärt der Realschüler, während er die Marken mit einer speziellen Pinzette sorgfältig sortiert.

Dass Max Hilb nicht die üblichen Hobbies eines 11-jährigen Jungen, wie Videospiele oder Fußball spielen, hat, stört weder ihn noch seine Mitmenschen. Für seine Eltern, Anja und Horst Hilb, sind seine Hobbies „überhaupt kein Problem“ und auch seine „Mitschüler finden es toll und die Lehrer finden es noch toller“, erklärt er. Auch mit seinem Berufswunsch „Museumsleiter“ hebt sich der junge Imker, dessen Lieblingsfächer Biologie, Geschichte und Religion sind, wahrscheinlich von dem der meisten Klassenkameraden ab. +++

Statt Fußball zu spielen, baut Max lieber kleine Landschaften.
Statt Fußball zu spielen, baut Max lieber kleine Landschaften.
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