LANGENSELBOLD

Bürgermeisterwahl 2020: Kandidat Manfred Kapp (Freie Wähler)

Der 61-jährige Manfred Kapp. - Foto: Manfred Kapp/Privat

Dienstag, 14.01.2020
von Lena Eberhardt

Nach zwölf Jahren ist Schluss: amtierender Bürgermeister Jörg Muth (CDU) tritt zur Wiederwahl nicht an. Nun ist in der Gründaustadt der Ratshaussessel neu zu besetzen. Insgesamt vier Kandidaten haben sich zur Wahl aufgestellt. Am kommenden Sonntag, den 19.01.2020 müssen sich die Langenselbolder zwischen Tobias Dillmann (CDU), Timo Greuel (SPD), Manfred Kapp (Freie Wähler) und den unabhängigen Kandidaten Axel Häsler entscheiden. KINIZIG.NEWS stellt Ihnen im Laufe dieser Woche die vier Kandidaten vor. 

Heute mit Manfred Kapp:

Kurzvita:

Alter: 61,

Geburtsort: Bochum 

aktueller Wohnort: Langenselbold

beruflicher Werdegang: Lehre zum Zentral-, Heizungs- und Lüftungsbauer, Meister der Anlagenmechanik für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik im Gebäude- und Energietechnikerhandwerk

politische Karriere: 2010 Gründungsmitglied der Freien Wähler Langenselbold, seit 2015 Mitglied der Freien Wähler Main Kinzig Kreis, seit 2016 Stadtverordneter für die Freien Wähler Langenselbold, von da aus in dem Magistrat der Stadt Langenselbold als ehrenamtlicher Stadtrat gesandt

Hobbies: Standardtänze und Städtetouren


Was wollen Sie in der Gemeinde verändern bzw. anders machen als Ihr  Vorgänger? 

Ich möchte die Atmosphäre und Arbeitsweise im Magistrat und in der Stadtverordnetenversammlung verändern. Beide Gremien müssen offener, bewegungsfreundlicher und kreativer werden. Alte Freundschaften und verknorpelte Verbindungen zählen bei mir nicht. Aufträge sind transparent und unter neutralen Gesichtspunkten zu vergeben. Offene Ausschreibungen halte ich für eine Pflicht. Ich halte auch wenig von festen Koalitionen. Die Ablehnung eines Antrages, nur weil er von der falschen Partei kommt, halte ich für absurd. Die Stadtverordnetenversammlung muss ein Ort der demokratischen Auseinandersetzung um die besten Vorschläge sein. Einziger Maßstab ist das Wohl der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger.

Wie sieht Ihr Wahlprogramm aus?

- das Verlassen des Schutzschirmes des Landes Hessen und die Wiederherstellung der finanziellen Souveränität der Stadt,

- die Senkung der exorbitanten Steuerlast, die bei den Grundsteuern zu den höchsten im Main-Kinzig zählte,

- die Umsetzung des Klimaschutzkonzepts, das parteiübergreifend im Stadtparlament verabschiedet wurde,

- die Schaffung von Generationentreffpunkten und der Bau eines Mehrgenerationenhauses,

- die Förderung des sozialen Wohnungsbaus mit bezahlbaren Mieten,

- die Ansiedelung von Handwerk und mittelständischen Betrieben mit Arbeits- und Ausbildungsplätzen im neuen Gewerbegebiet West,

- die attraktive Gestaltung des Kinzigsees und die Anlage weiterer Rad und Gehwegen in der Gemarkung,

- die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge

Warum glauben Sie, dass Sie für den Posten als Bürgermeister*in geeignet sind?

Weil ich gern gestalte.

Weil ich gern Verantwortung übernehme.

Weil ich gern mit und für Menschen arbeite.

Weil ich gern Ideen umsetze.

Ich interessierte mich schon immer für Politik. Und  Kommunalpolitik halte ich für eines ihrer schönsten, weil  unmittelbarsten und bodenständigsten Felder. Mit Überzeugung unterstütze ich das Ehrenamt, die Arbeit der Vereine und stehe aufseiten der Bürger, des Handwerks und der mittelständischen Wirtschaft. Mein erklärtes Ziel ist Ansprechpartner für alle zu sein,

Wo sehen Sie sich und die Gemeinde in zehn Jahren?

Die wenigsten Menschen stellen sich einer Wahl, um zu verlieren. Auch ich setze auf Sieg. Insofern sehe ich meine persönliche Zukunft und die Zukunft der Stadt durchaus verbunden. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern werden wir Langenselbold im Sinne einer familien- und vereinsfreundlichen Stadt weiterentwickeln. Klimaschutz, die Bereitstellung von bezahlbaren Wohnraum und die Ansiedlung mittelständischer Betriebe mit Arbeits- und Ausbildungsplätzen stehen dabei im Mittelpunkt. Insgesamt wird die Stadtentwicklung sich langsamer und nachhaltiger vollziehen. Wir können unsere Gemarkung nur einmal bebauen. Dafür wird die Innenstadt und die Infrastruktur der Umgebung mit Fahrrad- und Wanderwegen eine Belebung erfahren. Neue Geschäfte und Cafés auf der Friedrichstraße werden zum Bummel, das attraktive und kinderfreundliche Strandbad am Kinzigsee zum Verweilen einladen.  Naturgemäß sind unsere Finanzen in Ordnung. +++