REGION

Der Umwelt zuliebe: Landesregierung will Pfand auf alle Getränke

Die hessische und niedersächsische Landesregierung fordern ein einheitliches Pfandsystem. - Symbolbild: Pixabay.com


Freitag, 14.02.2020
von JOANA GIBBE

Die meisten kennen die Frage bestimmt: Ab in den Plastikmüll oder doch in den Pfandbeutel? Die meisten Getränke im Einzelhandel sind bereits pfandpflichtig, jedoch nicht alle. Die hessische und niedersächsische Landesregierung wollen dies nun gemeinsam ändern, wie die Hessenschau berichtet.

„Unabhängig von den darin abgefüllten Getränkearten“, wie es in dem Antrag der Initiative heißt, solle das Pfandsystem ausgedehnt werden. Am Freitag werde die Initiative im Bundesrat vorgestellt. Auf einige Getränke, wie Milchmischgetränke, gibt es bisher kein Pfand. Mit einer Vereinheitlichung soll der Umwelt geholfen und Plastikmüll reduziert werden.

Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) verstehe nicht, wieso es bisher keine einheitliche Pfandpflicht gebe und auf bestimmt Getränke kein Pfand erhoben werde. Durch eine allgemeine Pfandpflicht würde sowohl die Umwelt geschützt als auch Klarheit geschaffen für den Verbraucher. Es gibt aber auch Gegner: Wiebke Knell, stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende im Landtag, fordere statt Vereinheitlichung eine generelle Abschaffung des Einwegpfands. Stattdessen solle man die Recyclingstrategien verbessern.

Neben der Eindämmung des Kunststoffmülls sieht eine Sprecherin des Umweltministeriums auch Vorteile für den Wettbewerb, da keine pfandfreie Abgabe von Getränken durch veränderte Rezepturen mehr möglich sei und Nachteile so abgeschafft würden. Am Freitag werde die Initiative im Bundesrat in Berlin vorgestellt. Mit einer Entscheidung sei aber noch nicht zu rechnen. Und selbst bei einer Entscheidung für die Vereinheitlichung des Pfandsystems auf alle Flaschen und Dosen, sei es keine Gesetzesinitiative, sondern lediglich ein Entschließungsantrag, der keine rechtliche Verbindlichkeit mit sich bringe. +++


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