FRANKFURT AM MAIN

Super-Recogniser der Polizei können Gesichter aus Menschenmassen wiedererkennen

Auch im Dannenröder Forst wurden die Beamte eingesetzt - Foto: Archiv


Donnerstag, 11.02.2021

Bei der Frankfurter Polizei gibt es jetzt Super-Recogniser. Vor einem Jahr startete im Präsidium ein Pilotprojekt: Gesucht wurden Kolleginnen und Kollegen mit einer besonderen Gabe - Gesichter auch aus Menschenmassen wiederzuerkennen, egal ob verkleidet, geschminkt oder verdeckt.

Diese Gabe ist angeboren. Um sie zu erkennen, sind aufwendige Testverfahren notwendig. Die Frankfurter Polizei testete - in Kooperation mit der Greenwich University - bis Ende Dezember letzten Jahres einige ihrer Beamtinnen und Beamten - und das Interesse war groß. Insgesamt nahmen rund 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an dem mehrstufigen Auswahlverfahren teil. Geschafft haben es 45. Sie sind nun offizielle Super-Recogniser.

Fünf Beamtinnen und Beamte konnten direkt nach ihrem erfolgreich absolvierten Testverfahren bei den Einsatzmaßnahmen im Dannenröder Forst eingesetzt werden.

Unterstützt wurden sie von einem erfahrenen Super-Recogniser der Münchener Polizei, wo man schon seit zwei Jahren Erfahrung auf diesem Gebiet gesammelt hat. Ihre Fähigkeiten konnten die Super-Recogniser somit direkt in das Einsatzgeschehen einbringen und gemeinsam mit dem Münchener Kollegen bei der Identifizierung von Protestteilnehmerinnen und Protestteilnehmern unterstützen.

Diese hatten versucht, ihre Identität, z. B. durch Gesichtsbemalung, zu verschleiern. Trotz dessen konnten die Super-Recogniser insgesamt rund die Hälfte der kontrollierten Personen wiedererkennen und zuordnen. Diese enge, behördenübergreifende Zusammenarbeit lobt auch Polizeipräsident

Bereswill: "Die gesamten Einsatzmaßnahmen waren für alle eingesetzten Kräfte eine hohe Belastung. Umso mehr freue ich mich darüber, dass die eingesetzten Super-Recogniser-Kolleginnen und Kollegen ihren besonderen Blick nutzten, um bei der Identifizierung von Straftätern zu unterstützen. Und das sogar länderübergreifend", so Bereswill.

In der zweiten Projektphase werden nun die organisatorischen Voraussetzungen geschaffen, um die 45 Kolleginnen und Kollegen sinnvoll in den Arbeitsalltag der Frankfurter Polizei einzugliedern. (pm) +++

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