SINNTAL

Energiespeicher "Goliath": Vertreter aus Politik und Wirtschaft sind begeistert

Mirko Horz, Udo Gärtner, Faisal Abdullah Al Ali, Rainer Bomba und Robin Krack (von links) sind sich einig: Das „Goliath-System“ funktioniert - Foto: Bensing und Reith

03.09.2019
von: Moritz Pappert/ pm

Vertreter aus Politik und Wirtschaft geben sich derzeit bei Udo Gärtner und Robin Krack in Sannerz die Klinke in die Hand. Die beiden Sinntaler haben das Energiespeichersystem „Goliath“ erfunden. Dieses basiert auf dem Prinzip eines Pumpspeicherkraftwerks und kann in großen Mengen Strom aus erneuerbaren Energien aufnehmen, beliebig lange speichern und wieder abgeben. Es ist von Fachleuten nachgewiesen, dass das Goliath-Prinzip funktioniert. „Die Physik lügt halt nicht“, sagt Udo Gärtner.

Mittlerweile ist auch der internationale Markt hellhörig geworden. So suchte am vergangenen Samstag Faisal Abdullah Al Ali die beiden Erfinder auf. Der 54-Jährige ist Chef des Unternehmens „Empire Global Investment Management“, dessen Sitz in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) liegt. Die Firma investiert unter anderem in die Öl- und Gasbranche. Für ein hoch technisiertes Land wie die Emirate sind solche Projekte natürlich sehr interessant. Und Al Ali zeigte sich tief beeindruckt von dem System: „Ich bin überzeugt, dass es funktioniert, was Herr Gärtner und Herr Krack da erfunden haben. Energie zu speichern ist enorm wichtig. In unserem Land entsteht durch die Sonne viel Energie am Tag, aber keine in der Nacht. Deshalb wäre ein solches Speichersystem für uns enorm wichtig.“

Den Kontakt zu Al Ali hatte der ehemalige Staatssekretär Dr. Rainer Bomba über Mirko Horz, Aufsichtsratsvorsitzender bei Empire Global hergestellt. „Dass Herr Al Ali die weite Reise auf sich genommen hat, verdeutlich sein Interesse. Normalerweise kommen Projektentwickler, die Untersützung suchen, zu ihm nach Abu Dhabi.“ Horz macht deutlich, dass schon bald eine Goliath-Pilotanlage entstehen muss: „Die Zeit drängt. Der Technologievorsprung der Erfinder sollte jetzt genutzt werden. Es kann schließlich sein, dass trotz Patents jemand kommt und selbst eine Anlage baut.“ Gerade die Chinesen seien da nicht so erschrocken. Und hier in Deutschland sei es mit Investoren und Banken auch nicht gerade einfach.

Rainer Bomba unterstreicht das: „Es ist genug präsentiert und geredet worden. Jetzt muss das System realisiert werden.“ Nächster Schritt sei nun das Erstellen eines Business- und Finanzierungsplans, der anschließend in Abu Dhabi präsentiert werden soll. Und gegen Ende des Jahres könne mit dem Bau einer Pilotanlage begonnen werden. „Dann kann die Welt sehen, dass unser System funktioniert“, sagt Robin Krack: „Das wäre der Durchbruch für uns.“

Robin Krack und Udo Gärtner setzen aber nicht alles auf die Karte „Vereinigte Arabische Emirate“. „Wir wollen uns breit aufstellen“, sagt Robin Krack. Denn schließlich gibt es auch Kontakte nach Indien oder Australien. Und schon bald fahren Krack und Gärtner nach Wiesbaden ins Wirtschaftsministerium, um ihren „Goliath“ vorzustellen +++