Auch Norden und Osten bekommen Gigabit-Anschlüsse

Breitband Main-Kinzig baut kostenlos in Birstein, Schlüchtern, Sinntal und Steinau aus

Alle vereint: Breitband Main-Kinzig GmbH, Birstein, Schlüchtern, Sinntal und Steinau - Foto: Bensing & Reith


Samstag, 02.04.2022

MAIN-KINZIG-KREIS - Jetzt ist auch mit den Kommunen im Norden und Osten des Kreises alles in trockenen Tüchern. Die kreiseigene Breitband Main-Kinzig GmbH wird in den vier Gemeinden Birstein, Schlüchtern, Sinntal und Steinau kostenlos Glasfaser verlegen. Für eine Kommune geht es sogar schon in diesem Jahr los.

Schlüchterns Bürgermeister Matthias Möller betont, wie wichtig dieses Infrastrukturprojekt für die Region ist: „Die Coronapandemie sorgt für einen Mobilitätswandel, durch den die Menschen wieder vermehrt in ländliche Gegenden ziehen. Um diese Chance für unseren Standort zu nutzen, ist der Ausbau mit Gigabit-Anschlüssen die Grundvoraussetzung.“

Carsten Ullrich, Bürgermeister von Sinntal, ist der gleichen Meinung: „In Zukunft müssen die Menschen zum Beispiel nicht mehr fünf Tage vor Ort in Frankfurt arbeiten, sondern nur noch einmal die Woche.“ Und da wollen eben einige wieder raus aus der Stadt. Ullrich erklärt: „Ein Gigabit-Anschluss ist das verbindende Element zwischen der Qualität unseres Wohnstandorts und der Professionalität des Arbeitsstandorts – und deshalb absolut unverzichtbar.“

Das sieht auch Fabian Fehl, Bürgermeister von Birstein so: „Eine funktionierende digitale Infrastruktur ist die Basis für eine positive Entwicklung unserer Kommunen. Sie ist absolut notwendig.“

Mit der kreiseigenen Breitband Main-Kinzig GmbH haben die Rathauschefs bislang nur gute Erfahrungen gemacht. Fehl: „Wir sind froh, dass wir diesen regionalen, verlässlichen Partner haben.“ Auch Möller sagt: „Schon beim Anschluss der Gewerbe- sowie der Neubaugebiete haben Simone Roth und das ganze Team der Breitband Main-Kinzig sowie der Kreis mit Landrat Thorsten Stolz und Kreisbeigeordnetem Winfried Ottmann bewiesen, dass sie professionelle Arbeit abliefern und man absolut auf sie zählen kann.“

Christian Zimmermann, Bürgermeister von Steinau, hebt einen ganz wichtigen Punkt hervor: „Breitband Main-Kinzig garantiert uns, dass auch wirklich in allen Stadtteilen und allen Straßen ausgebaut wird und am Ende alle unsere Bürgerinnen und Bürger einen gigabitfähigen Anschluss haben.“ In der Tat: Die Kreistochter darf laut Gesetzgeber überall dort kostenlos ausbauen, wo die Menschen aktuell noch keinen Gigabit-Anschluss (Kabel oder Glasfaser) haben und bei denen auch kein privatwirtschaftlicher Anbieter einen solchen Ausbau plant. Im gesamten Kreisgebiet sind das bis zu 50.000 Gebäude und damit knapp 80.000 Haushalte.

Landrat Thorsten Stolz erklärt: „Es handelt sich um ein riesiges Infrastrukturprojekt für den Main-Kinzig-Kreis. Und es ist von zentraler Bedeutung für eine positive Entwicklung der Region als Wohn- und Wirtschaftsstandort. Wichtig ist aber auch, dass die Menschen, die von unserem kostenlosen Ausbau profitieren, Eigeninitiative zeigen und sich ihren Gigabit-Anschluss bestellen.“ Das hebt auch Simone Roth, Geschäftsführerin der Breitband Main-Kinzig GmbH, noch einmal deutlich hervor: „Alle Menschen, die dabei sein und einen Gigabit-Anschluss in ihr Haus verlegt haben wollen, müssen zwingend über unsere Homepage bestellen. Und das am besten, bevor die Bagger rollen.“ Wie eine solche Bestellung funktioniert, steht im Infokasten.

In Schlüchtern und seinen Stadtteilen geht es schon in diesem Jahr mit ersten Arbeiten los. In Birstein, Sinntal und Steinau startet der Ausbau 2024.

Bislang steht fest, dass Breitband Main-Kinzig außerdem in Bad Orb, Biebergemünd, Bruchköbel, Erlensee, Flörsbachtal, Freigericht, Gelnhausen, Gründau, Hanau (Stadtteile Klein-Auheim und Mittelbuchen), Hasselroth, Jossgrund, Linsengericht, Nidderau und Niederdorfelden ausbaut. Es können aber noch weitere Kommunen dazukommen. Für den Ausbau bekommt die Kreistochter Fördergelder von Land, Bund und Kreis – insgesamt 200 Millionen Euro.

Kreisbeigeordneter und Aufsichtsratsvorsitzender der Breitband Main-Kinzig, Winfried Ottmann, weist abschließend auf die Förderbedingungen hin: „Wir können nur ein einziges Mal kostenlos in jedem Ort ausbauen. Wer diese Chance jetzt nicht nutzt, muss seinen Gigabit-Anschluss später selbst bezahlen.“ Die Kosten dafür liegen im Schnitt bei gut 5000 Euro pro Anbindung.

So kann ein Glasfaseranschluss bestellt werden:

Wer einen Gigabit-Anschluss haben möchte, füllt auf der Homepage www.breitband-mkk.de einfach die sogenannte Grundstückseigentümererklärung (GEE) aus. Diese Erklärung erlaubt es der Breitband Main-Kinzig GmbH, das Glasfaserkabel bis ins Haus (FTTH, Fibre To The Home) zu legen. Schon im ersten Schritt des Bestellprozesses wird ersichtlich, ob der Ausbau kostenlos möglich ist. (pm)

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