Starker Zusammenhalt in Untersotzbach

Sie setzen sich für den Erhalt des Tiefbrunnens "Auf der Steinhecke" ein

v.l.n.r. Katja Brand, Jens Einschütz, Carsten Kauck, Philipp Löffler und Matthias Kauck. Im Hintergrund ist das Gebäude des Tiefbrunnens des Ortsteils Untersotzbach zu sehen. - Foto: Privat


Dienstag, 21.06.2022

BIRSTEIN - Fraktionsübergreifend setzen sich die vier Untersotzbacher Gemeindevertreter Philipp Löffler, Carsten Kauck, Rene D`Angelo und Jens Einschütz gemeinsam mit dem Ortsbeirat um Katja Brand und Matthias Kauck für den Erhalt des Tiefbrunnens „Auf der Steinhecke“ in ihrem Ortsteil Untersotzbach ein.

Derzeit plant die Gemeinde Birstein, nach Auslaufen des Wasserrechts im Jahr 2023 den Brunnen stillzulegen. Der Ortsteil Untersotzbach soll dann über den Tiefbrunnen „Bügelwiese“ in Obersotzbach mit Trinkwasser versorgt werden.

Von diesem Vorhaben sind sowohl die vier Gemeindevertreter wie auch der Untersotzbacher Ortsbeirat wenig angetan. Die vier Gemeindevertreter haben deshalb einen gemeinsamen, fraktionsübergreifenden Antrag zur nächsten Gemeindevertretersitzung am 15. Juli gestellt.

Findet der Antrag in der Gemeindevertretung eine Mehrheit, wovon alle Beteiligten ausgehen, würde damit der Gemeindevorstand beauftragt, notwendige Maßnahmen für den Weiterbetrieb des Brunnens zu prüfen und die entsprechenden Wasserrechte zu sichern und zu verlängern.

"Wir wollen unseren eigenen Tiefbrunnen"


Die Protagonisten aus Untersotzbach wollen an einem eigenen Tiefbrunnen in ihrer Gemarkung festhalten, um in Zeiten des Klimawandels und drohender Wasserknappheit ihren Ortsteil über einen eigenen Brunnen versorgt zu wissen. "Niemand garantiert uns", so die Gemeindevertreter, "dass unter den gegebenen und zu erwartenden klimatischen Bedingungen der Brunnen in Obersotzbach ausreichend ist, um beide Ortsteile zu versorgen."

Im Falle einer Betriebsstörung bei einem der beiden Brunnen bestünde eine Überbrückungsmöglichkeit und Versorgung des jeweils anderen Ortsteils über eine bestehende, aber nicht „scharf“ geschaltete Wasserleitung entlang der Kreisstraße zwischen den beiden Ortsteilen. Zudem sei der immer wieder in der Diskussion stehende und möglicherweise krebserregende Tetrachlorethen-Wert im Wasser des Oberotzbacher Brunnens zwar unter dem gesetzlichen Grenzwert, aber immer noch deutlich erhöht. 

Schlussendlich betrachten die Gemeindevertreter sowie die Ortsbeiratsmitglieder das Vorhaben einer erhöhten Wasserförderung in Birstein Richtung Rhein-Main-Gebiet durch den Wasserverband Kinzig mit Sorge. Hier von wenigen Brunnen in der Gemeinde abhängig zu sein, könne sich gerade im Sommer nachteilig auswirken, so ihre Auffassung. (pm)

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