„Coworking vs. Homeoffice“

Coworking-Netzwerk Route 66 im Main-Kinzig-Kreis informiert

Coworking im KINZIG VALLEY Gelnhausen. - Foto: KINZIG.VALLEY GmbH


Freitag, 25.11.2022

MAIN-KINZIG-KREIS - Coworking liegt in Deutschland voll im Trend und der Main-Kinzig-Kreis ist mit verschiedenen Coworking Spaces in Maintal, Hanau, Gelnhausen und Wächtersbach einer der Vorreiter für diese neue und flexible Form des Arbeitens und Zusammenarbeitens. Dies wurde auf der Informationsveranstaltung „Coworking vs. Homeoffice“ Mitte November im Kinzig Valley in Gelnhausen deutlich. 

Das „Coworking-Netzwerk Route 66“ – bestehend aus den Coworking Spaces Kinzig Valley, brick37 und THE ROOF – gab rund 25 Unternehmern aus der Region einen Überblick über Coworking in Deutschland, eine Kurzvorstellung der Spaces, wichtige Informationen bezüglich der Fallstricke im Homeoffice aus Sicht eines Arbeitsrechtlers und viel Zeit beim anschließenden Netzwerken. Es wurde deutlich, dass Coworking als Alternative für das klassische Büro und dem "Homeoffice" nicht mehr wegzudenken ist. Coworking – das bedeutet im Main-Kinzig-Kreis oftmals im Sinne des Begriffes gemeinsames Arbeiten an unterschiedlichen Projekten und unterschiedliche Gründer und Freiberufler in gemeinsamen Räumlichkeiten. Es bietet die Möglichkeit, von den Erfahrungen der anderen Nutzer zu profitieren, sich auszutauschen und so neue Ideen zu entwickeln.

Daniel Löber (Brick 37 in Hanau), Ahmet Cetiner (THE ROOF in Maintal), Bernd Weidmann (Kinzig Valley in Gelnhausen), Gregor Hämel (Kinzig Valley II in Wächtersbach) und Julian Malle (Kinzig Valley Partnerspace XQUADRAT in Gelnhausen) nutzten die Gelegenheit, ihre Coworking Spaces mit den jeweiligen Schwerpunkten und Besonderheiten vorzustellen. „Wir wollen Ihnen zeigen, dass das Arbeiten in einem Coworking Space nicht nur für Gründer, Freiberufler und Start-up-Unternehmen geeignet ist. Auch für Arbeitgeber von mittelständischen Unternehmen oder Global Playern bieten unsere Coworking Spaces attraktive Arbeitsmöglichkeiten und sind eine gute Alternative für das Homeoffice“, sagte Gastgeber Bernd Weidmann stellvertretend für die anderen Coworking-Betreiber.


Im Homeoffice lauern viele Fallstricke

Homeoffice ist für viele Arbeitnehmer und Arbeitgeber spätestens mit Beginn der Corona-Pandemie vor fast drei Jahren kein Fremdwort mehr. Aber bei dieser Arbeitsform ist nicht alles Gold, was glänzt. Dort lauern zahlreiche Fallstricke vom Datenschutz, der Arbeitsplatzausstattung bis hin zum Arbeitsunfall. Mangelnde Motivation und Disziplin, keine klare Trennung von Berufs- und Privatleben, eine oft schlechte Internetverbindung und die fehlende Teambildung sind weitere negative Störfaktoren. 

Axel Brodehl, Fachanwalt für Arbeitsrecht aus Frankfurt und Autor des Buches „Homeoffice und mobiles Arbeiten“, verwies darauf, dass beim Arbeiten zu Hause ebenso wie unterwegs zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber alles vertraglich klar geregelt werden sollte, von den Arbeitszeiten, der Laufzeit der Vereinbarung über die Ausstattung bis hin zur Übernahme oder Verteilung der Kosten, etwa für DSL, Strom, Heizung etc. „Homeoffice ist übrigens nicht eindeutig definiert. Vor der Pandemie wurde es von Arbeitsrechtlern regelmäßig synonym zu Telearbeit verwendet, spätestens seit der Corona-Arbeitsschutzverordnung verstehen viele einfach nur das Arbeiten von zu Hause aus. Daher müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Vertrag festlegen, welches Modell sie genau meinen“, überraschte Brodehl das Publikum.


Coworken bietet viele Vorteile

Über die besonderen Reize von Coworking Spaces als dritte Orte für Unternehmen und Arbeitnehmer berichtete Thorsten Wilhelm am Beispiel seiner IT-Firma eresult GmbH in Göttingen. Sein Team ist über ganz Deutschland verstreut und arbeitet vorwiegend in Coworking Spaces. „Die Persönlichkeit unserer Mitarbeiter entscheidet, wie und wo sie arbeiten wollen. Ob Homeoffice oder Coworken, es geht uns auch ums Wohlfühlen. Wir sind eine virtuelle Gemeinschaft, langfristig wollen wir komplett von festen Büros weg“, erläuterte Wilhelm seine positiven Erfahrungen, der diese aus seiner Sicht attraktive Form des Arbeitens auch zur langfristigen Mitarbeiterbindung nutzt.

Zumal sich das Arbeitsverständnis der jüngeren Generation weiter verändern wird und der Wunsch nach flexiblem Arbeiten mit mehr Freiheiten, ausgewogener Work-Life-Balance und mehr kreativen Gestaltungsmöglichkeiten zunehmen wird. „Im Vorteil sind dann die Arbeitgeber und Unternehmen, die schon jetzt Coworking in ihre Arbeitskonzepte integrieren. Es geht schließlich auch um attraktive Arbeitsplatzgestaltung und das Gewinnen und Halten von Fachkräften. Unerlässlich und extrem wichtig ist aber weiterhin der persönliche Kontakt zwischen den Mitarbeitern und Kunden. Ich freue mich immer, wenn Team-Meetings unterschiedlicher Unternehmen und Kundenevents bei uns im Kinzig Valley stattfinden und unsere Räume mit positiver Energie fluten“, zog Bernd Weidmann ein Fazit der Informationsveranstaltung.

Klar wurde: Coworking kann eine sinnvolle Alternative zwischen Arbeitsplatz und Homeoffice für Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit dem Wunsch nach flexiblem Arbeiten mit mehr Freiheiten sein. Große Flexibilität, Steigerung von Motivation, Konzentration und Leistung, Einsparung teurer Büroflächen und Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit sowie bessere Teambildung sind dabei einige Vorteile von Coworking. (red)


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