GRÜNDAU

Kinder sollen nicht hungern: Stiftung Kinderzukunft passt Ernährungsprojekte in Guatemala an Ausgangssperre an

Seit mehr als 30 Jahren bekämpft die hessische Stiftung Kinderarmut effektiv. - Fotos: Stiftung Kinderzukunft


Donnerstag, 07.05.2020

GRÜNDAU - Rund 300 Kinder werden in Zeiten von Corona-Maßnahmen und Ausgangssperre von der Stiftung Kinderzukunft mit Lebensmittelpaketen versorgt. Die Frühstücksküchen der Stiftung sind geschlossen, aber die Projektverantwortlichen lassen die Kinder nicht im Stich und haben auf Lebensmittelpakete umgestellt, die sie an die Familien verteilen. 

Mangelernährung kann schwere Folgen für die geistige und körperliche Entwicklung von Kindern nach sich ziehen, sie schwächt das Immunsystem und macht weniger widerstandsfähig gegen Krankheiten. Die Stiftung unterhält aus diesem Grund in den Orten Salcajá, La Esperanza und Nueva Panajachel in Guatemala seit vielen Jahren Projekte, die Kindern eine Mahlzeit am Tag – Frühstück oder Mittagessen – bereitstellen. Oft wissen die Familien dort nicht, wie sie ihre Kinder ernähren sollen. Zum einen fehlt ihnen das Geld, aber auch das Wissen um ein gesundes Essen und dessen Zubereitung. Die Ursachen: Bittere Armut durch ständige Dürre- und Naturkatastrophen, fehlende Bildung und Einkommensmöglichkeiten, und das oft über Generationen hinweg.

Diese Mahlzeiten der Stiftung Kinderzukunft kosten in „normalen Zeiten" pro Kind weniger als ein Euro. Damit haben die Kinder einmal am Tag keinen Hunger, werden mit den wichtigsten Nährstoffen versorgt und sind damit in der Lage, sich in der Schule zu konzentrieren. Aber heute sind keine „normalen Zeiten". Durch die Corona-Maßnahmen sind die Küchen der Stiftung geschlossen und die Kinder haben keinen Zugang mehr zu dieser für sie so wichtigen Mahlzeit. Um sie auch in diesen Zeiten zu versorgen, haben die Projektverantwortlichen umdisponiert und geben nun Lebensmittelpakete aus. Jedes Paket hat einen Wert von ungefähr 15 Euro und besteht aus Zucker, Reis, schwarzen Bohnen, Öl, Pulvermilch, Nudeln, Haferflocken und einem Sojagetränk mit Namen Incaparina.

Damit das ganzheitliche Projekt, welches nicht nur die Ernährung der Kinder, sondern auch Bildung und Gesundheit im Fokus hat, mit den neuen Vorgaben auch nach der Corona-Krise fortgeführt werden kann, werden Spendengelder dringender gebraucht denn je. Helfen Sie mit, dass die Kinder weiterhin medizinische Betreuung erhalten, die Familien in Vorträgen über Kinderrechte, Verhütung und Familienplanung aufgeklärt und Schulungen für Frauen zu Gemüseanbau und Nutzviehhaltung abgehalten werden können. Spenden Sie jetzt. Mehr Informationen finden Sie auf www.kinderzukunft.de.

Stiftung Kinderzukunft: Anerkannte, erfolgreiche Hilfe für Kinder in Not

Seit mehr als 30 Jahren bekämpft die hessische Stiftung Kinderarmut effektiv. Mit eigenen Kinderdörfern sowie Ernährungs- und Bildungsprojekten weltweit gibt sie Kindern, die einen schlechten Start ins Leben hatten, eine Zukunftsperspektive. In den Projekten der Kinderzukunft wachsen Kinder und Jugendliche unter guten Lebens- und Lernbedingungen gesund, geborgen und sicher auf und können dann als Erwachsene selbstständig ein menschenwürdiges Leben führen. Somit bekämpft die Stiftung Kinderzukunft Armut direkt dort, wo sie entsteht, und leistet gleichzeitig nachhaltige Entwicklungshilfe.

Mit kofinanzierten Projekten, die mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und anderen Förderern durchgeführt werden, setzt sich die Kinderzukunft aktiv gegen Kinderarbeit und Menschenhandel ein. (pm) +++

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