GELNHAUSEN

Alexander Lorz informiert sich über digitale Fortschritte

Fotos: GNZ


Freitag, 21.08.2020

Hessens Kultusminister Dr. Alexander Lorz hat am Freitag das Gelnhäuser Grimmelshausen-Gymnasium besucht, um die Arbeit der im vergangenen Schuljahr gestarteten iPad-Klassen zu erleben und sich in Sachen Digitalisierung vor Ort zu informieren. „Schule und Kreis legen ein großes Engagement an den Tag. Eine solche Zusammenarbeit ist nicht alltäglich“, sagte der Minister. Nach einem Besuch im Unterricht wurde auch über Nachbesserungsbedarf gesprochen.

„Wir sind vor einem Jahr mit einer fünften Klasse gestartet, in diesem Jahr sind drei weiter fünfte Klassen dazu gekommen“, erklärte Jörg Höller, der vor zwei Jahren mit seiner Idee der iPad-Klasse bei Schulleiterin Tina Ruf offene Türen einrannte. Nach einem holprigen Start bis zu den Herbstferien sei das neue System ins Rollen gekommen. „Das iPad steht nicht im Mittelpunkt, sondern es wird dort eingesetzt, wo es einen echten Mehrwert für den Unterricht und damit die Schüler hat“, sagte Höller.

Dies konnte Kultusminister Lorz in der sechsten Klasse um deren Klassenlehrer Daniel Daub eindrucksvoll miterleben. „Ich war in dieser Woche in ein Projekt eingebunden“, erklärte der Pädagoge. „Deshalb habe ich den Schülern die Arbeitsmaterialien hochgeladen und ihnen die Aufgabe gegeben, bis heute ein Grammatik-Quiz vorzubereiten.“ Das von Daniel Daub erstellte Quiz spielten die Schüler im Beisein des Ministers gemeinsam. Danach beteiligte sich Lorz selbst an einem Teamwettbewerb, in dem die Schüler das Quiz eines Mitschülers testeten.

„In einem Quiz müssen auch die leiseren Schüler eine konkrete Entscheidung treffen“, sagte Sonja Litzenberger, stellvertretende Leiterin des Staatlichen Schulamts in Hanau, bei ihrem ersten Besuch am GGG. „Das klassische Schüler-Lehrer-Gespräch bei der Auflösung der Fragen hilft dabei, dass die Schüler einen guten Einblick bekommen und ihre Fehler sofort erkennen können.“ 

Jörg Höller ergänzte, dass der Zuspruch und die Erfahrungen so gut seien, dass nicht nur sehr viele Eltern ihre Kinder für iPad-Klassen anmelden wollten, sondern auch im Kollegium mittlerweile 30 Kollegen mitarbeiten und aus dem Projekt ein permanentes Angebot am GGG machen wollen. „Es gibt klare Regeln in der Klasse, und die Eltern sind ebenfalls gefordert“, fuhr Jörg Höller fort. Die Tablets werden von den Eltern übrigens im Mietkauf über drei Jahre erworben. (jol) +++

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