SCHLÜCHTERN

Erstes IHK-Treffen der Unternehmerachse Hanau-Tann - gemeinsame Ziele

Die Vollversammlungen der Industrie- und Handelskammern (IHK) Fulda und Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern trafen sich in der Stadthalle Schlüchtern zur gemeinsamen Sitzung - Fotos: IHK

Donnerstag, 18.06.2020

Zum ersten Mal überhaupt trafen sich - mit dem in Corona-Zeiten erforderlichen räumlichen Abstand - die beiden Vollversammlungen der Industrie- und Handelskammern (IHK) Fulda und Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern zu einer gemeinsamen Sitzung. Beim Treffen der obersten Entscheidungsgremien der Wirtschaft vor Ort ging es um die Zukunft der beiden bislang florierenden Wirtschaftsräume. Vor allem dazu tauschten sich die 50 anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer aus allen wichtigen Branchen zwischen Maintal und Tann in der Stadthalle Schlüchtern aus.

Starke Mittelständler etabliert

Die IHK-Präsidenten Dr. Christian Gebhardt (Fulda) und Dr. Norbert Reichhold (Hanau) unterstrichen die Wichtigkeit der engeren Zusammenarbeit beider IHKs entlang der Achse Hanau-Fulda durch das Kinzigtal, ohne dabei andere Wirtschaftsräume wie die Rhön zu vernachlässigen. Beide IHKs sehen darin die Chance, dass die gemeinsame Wirtschaftsregion noch besser wahrgenommen wird.

"Dies gilt zum Beispiel bei der dringend notwendigen flächendeckenden Versorgung mit dem 5G-Netz: Wir sind nicht nur wegen des nahen Frankfurter Flughafens sehr, sehr eng in die weltweiten Wertschöpfungsketten eingebunden. Wir sind es auch, weil bei uns starke Mittelständler etabliert sind, die häufig sogar Weltmarktführer sind. Diese Unternehmen benötigen dringend möglichst schnelle und zuverlässige 5G-Verbindungen sowie in Einzelfällen immer noch Glasfaseranschlüsse für das schnelle Internet. Wenn wir dynamisch bleiben wollen, wenn wir weiterhin Gewinne machen und Steuern zahlen sollen, dann brauchen wir auch das Handwerkszeug dazu“, brachte IHK-Präsident Gebhardt (Fulda) die Notwendigkeit auf den Punkt.

Erstes Resumée der Corona-Krise

In der Sitzung zogen die Unternehmen auch ein erstes Resumée der Corona-Krise. Da einige Vollversammlungsmitglieder auch in örtlichen Gewerbevereinen mitwirken, stand die Sonntagsöffnung im Mittelpunkt der Debatte. Es wurde begrüßt, dass die Landesregierung in der Krise die Vorgaben lockerte. Für die Zeit danach waren sich die Mitglieder beider Vollversammlungen einig, dass die schon jetzt vorgesehenen vier Sonntage im Jahr ausreichen.

Allerdings müsse der Gesetzgeber nachschärfen, damit diese vier Sonntage dann auch gerichtsfest durchgesetzt werden können, um die Läden offen und viele Innenstädte attraktiv zu halten. „Als IHK-Präsident freut es mich sehr, dass heute Abend erneut die Bedeutung der Ausbildung betont wurde. Die Krise wird vorüber gehen, der Fachkräftemangel aber bleibt. Deshalb empfehlen beide Vollversammlungen jedem Unternehmen dringend die duale Berufsausbildung. Sie ist das beste Instrument gerade auch für kleinere Unternehmen, um sich langfristig Fachkräfte zu sichern. Wer vorausschauend agiert, schafft gerade jetzt in der Krise Ausbildungsplätze, um seine Startchancen danach entscheidend zu verbessern!“, fasste Reichhold viele Wortmeldungen zusammen.

Zum Schluss beschlossen nach kurzer gemeinsamer Aussprache- satzungsgemäß in getrennten Abstimmungen - beide Vollversammlungen die neuen "Wirtschaftspolitischen Positionen" der IHKs zur Rohstoff- und Umweltpolitik. Beide Abstimmungen waren einstimmig und illustrierten damit, wie eng und gleichgelagert die Interessen der beiden Wirtschaftsräume Osthessen und Main-Kinzig-Kreis sind. (pm) +++

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